Konkurrenz fällt ins Schlupfloch
Angemerkt

Wer kennt eine Suchmaschine außer Google, wo sind die Alternativen zu Facebook? Antworten auf solche Fragen werden bald noch schwerer fallen. Die Telekom verdeutlicht, dass die EU mit der schwammigen Regelung zur Netzneutralität keinen guten Job gemacht hat. Ein Begriff, der eigentlich für die Vielschichtigkeit und die Gleichwertigkeit der Information steht. Davon führen die ominösen "Spezialdienste" aber trotz aller Beschwichtigungen weiter weg.

Junge Unternehmen, die nur mit Mühe Kapital sammeln, werden ausgebremst. Denn vor allem sie sind von starken Kapazitäten im Netz abhängig. Für die Global Player dagegen sind die Extra-Kosten - die den Netz-Anbietern ein Millionengeschäft versprechen - ein Taschengeld. Ein Schnäppchen sogar, angesichts eines effektiven Instruments, mit dem sie ihre Marktmacht ausspielen können. Wer zahlt, verdrängt.

Fakt ist, so blitzschnell wie die Telekom auf die neuen lukrativen Aussichten reagiert hat, werden viele Angebote im Netz künftig nicht mehr sein.

tobias.schwarzmeier@derneuetag.de
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