Konvergenzbericht der EZB
Euro-Kandidaten nicht bereit

Frankfurt. Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) erfüllt derzeit keiner der möglichen Euro-Kandidaten alle notwendigen Kriterien für eine Aufnahme in den Währungsraum. Auch wenn es in den vergangenen Jahren in vielen der Staaten "bedeutsame Fortschritte" gegeben habe, seien noch erhebliche Anstrengungen notwendig.

Dies stellte die EZB in ihrem am Dienstag veröffentlichten Konvergenzbericht fest. In ihrer jüngsten Untersuchung hat sich die EZB ein Bild von der wirtschaftlichen und rechtlichen Entwicklung von sieben EU-Ländern gemacht.

Keine zeitnahe Erweiterung


Dazu gehörten Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Schweden, die Tschechische Republik und Ungarn. Dabei geht es unter anderem um Inflation, Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung, aber auch um die Unabhängigkeit der jeweiligen nationalen Zentralbank. Dass der Kreis der Euro-Länder bald erweitert wird, ist unwahrscheinlich.

Von den sieben von der EZB untersuchten Staaten haben lediglich Rumänien, Kroatien und Bulgarien die Einführung der Gemeinschaftswährung zumindest auf dem Radar. Technisch könnte Ende 2019 eines der Länder startklar für einen Euro-Beitritt sein. Am 1. Januar 2015 war Litauen als 19. Mitglied der Euro-Zone beigetreten.
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