Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh attackiert Großeignerfamilie
Neuer Zoff bei VW

Ein Golf VII steht im Volkswagen-Werk in Wolfsburg im Lichttunnel für die Endabnahme Archivbild: dpa

Wolfsburg. Dem gebeutelten Autobauer Volkswagen steht neuer Ärger ins Haus. Der mächtige Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh griff die VW-Großeignerfamilie Porsche/Piëch scharf an. "Von den Familien haben wir als Beschäftigte jedenfalls bis zum heutigen Tag keine Unterstützung dabei bekommen, die Missstände abzustellen", sagte Osterloh am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Er forderte Wolfgang Porsche als Sprecher der Familie zu mehr Reformwillen auf.

Volkswagen hatte am Freitag einen "Zukunftspakt" zwischen Vorstand und Betriebsrat bekanntgegeben, der auch den sozialverträglichen Abbau von 23 000 Stellen in Deutschland in den nächsten Jahren vorsieht. Wolfgang Porsche verteidigte die massiven Stellenstreichungen und sagte dem Branchenblatt "Automobilwoche" am Rande einer Sportveranstaltung im Golfstaat Bahrain: "Es haben alle gewusst, dass etwas passieren muss." Osterloh zeigte sich verwundert. "Da kann Herr Dr. Porsche gerne konkret mithelfen, die richtigen Strategien durchzusetzen. Das hilft dem Unternehmen mehr als der Besuch eines Autorennens in Bahrain."
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