Kosten für Juristen, Banken und Bonusaktien
Übernahme drückt Gewinn von Kuka

Der gerade von einem chinesischen Konzern übernommene Roboterbauer Kuka hat im abgelaufenen Quartal zwei Drittel weniger Gewinn gemacht. Archivbild: dpa

Augsburg. Der gerade vom chinesischen Midea-Konzern übernommene Roboterbauer Kuka hat im zweiten Quartal zwei Drittel weniger Gewinn gemacht. Hauptgrund seien Sonderkosten im Zusammenhang mit der Übernahme, teilte Kuka am Mittwoch in Augsburg mit. Die Übernahme kostet Kuka dieses Jahr 30 Millionen Euro für Beratung, Banken, Juristen, Marketing und für Bonusaktien für Mitarbeiter und Führungskräfte. Rund 21 Millionen davon wurden im zweiten Quartal verbucht. Aber auch der Umsatz schrumpfte um 7 Prozent auf 704 Millionen Euro, weil Kunden ihre Aufträge ins zweite Halbjahr verschoben hätten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach um 62 Prozent auf 15 Millionen Euro ein, der Gewinn fiel um 64 Prozent auf 9,5 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte hingegen um 28 Prozent auf 893 Millionen Euro zu.

Für die Kuka-Aktionäre ist heute die letzte Gelegenheit, ihre Aktien an Midea zu verkaufen. Die Frist für das Übernahmeangebot läuft um 24 Uhr aus. Midea hält bereits 86 Prozent der Aktien. Die mehr als 12 000 Arbeitsplätze sollen bis 2023 sicher sein. Die Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme durch Midea hatten die Augsburger jüngst auf 30 Millionen Euro beziffert. Dazu zählen Aufwendungen etwa für Beratungskosten und Kosten für Mitarbeiter-Aktienprogramme.
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