Kranich kommt ins Flattern
Angemerkt

Qualität, Zuverlässigkeit, Sicherheit. All das strahlte die Lufthansa bisher aus. Selbst Reisende mit Flugangst überkam beim Ticketkauf bei der vertrauten Fluglinie ein gutes Gefühl. Dieses Gütesiegel mit dem Kranich setzt das Unternehmen nun aufs Spiel.

Denn wer im Niedrigpreis-Schlamm wühlen will, macht sich zwangsläufig schmutzig. In jene Sphären vorzudringen, in denen sich ein Airline-Chef mit Bischofsmütze und Fußballtrikot inszeniert, bedeutet das Eintreten in ein Preissegment, das mehr mit sich bringt als unbequeme Sitze und schlechten Service.

Der immense Spar-Druck sorgt dort für Flugzeuge, die scheinbar nicht ausreichend überprüft werden, Notrufe wegen Treibstoffmangels oder Piloten, die scharenweise kündigen oder wegen Sicherheitsbedenken gefeuert werden. Selbst wenn es nur mit einem Ableger ist - mit "Schmuddelfliegern" in der Flotte kann auch die Hauptmarke Flecken am Gefieder bekommen - und in einen Sinkflug geraten.
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