Krisenmanagerin Christine Hohmann-Dennhardt

Die Juristin Christine Hohmann-Dennhardt (65) kennt sich aus mit der Krisenbewältigung in Autokonzernen. Sie wurde 2011 als erste Frau in den Daimler-Vorstand nach Stuttgart geholt, um den US-Schmiergeld-Skandal intern aufzuarbeiten und ein System der internen Kontrolle zu installieren. Als Chefin des Ressorts "Integrität und Recht" gelang es ihr, für Daimler neues Vertrauen zu gewinnen. Bei VW muss sie nun abermals die Scherben aufkehren.

Nach einer Vorstandskarriere sah es bei ihr lange nicht aus. Erst mit 60 Jahren wechselte die geborene Leipzigerin in die Wirtschaft, zuvor war sie zwölf Jahre lang Richterin am Bundesverfassungsgericht. Dort setzte sich die zweifache Mutter für Bürgerrechte ein, den "großen Lauschangriff" lehnte sie ab. In den 90ern war die SPD-Politikerin hessische Landesministerin. Die 65-Jährige tritt kontrolliert auf - spontane Äußerungen oder unbeherrschte Gestik sind ihr fremd. (dpa)
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