Künftig weniger EU-Auflagen für Festnetzanbieter

Festnetzanbieter in Europa sollen mehr Freiheit zum Beispiel bei der Tarifgestaltung bekommen. Das hat die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel beschlossen. Die EU-Staaten hatten dem Vorhaben im Vorfeld zugestimmt. Da viele Kunden heute auf Mobiltelefone oder Internet-Telefondienste wie etwa Skype auswichen, hätten Festnetz-Anbieter inzwischen gesunde Konkurrenz bekommen, erklärte die EU-Kommission. Steigende Preise seien nicht zu befürchten.

"Neue Trends bedeuten neue Arten von Wettbewerb", sagte die EU-Kommissarin für Telekommunikation, Neelie Kroes. Beinahe jeder dritte Haushalt in der Europäischen Union (31 Prozent) hat ein Mobiltelefon aber keinen Festnetzanschluss. Deutschland liegt allerdings unter dem Schnitt: Hier trifft dies nur auf acht Prozent aller Haushalte zu.

Auch für den Gebrauch der Netze der Telefongesellschaften durch neue Anbieter soll der Staat weniger Auflagen machen. Die nationalen Behörden haben bis zu drei Jahre Zeit, die Märkte zu liberalisieren.
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