Künftig Zwischenfinanzierungen möglich - Gesetzesreform noch in diesem Jahr - Keine Änderung ...
Bund plant Entlastung für Bausparkassen

Die unter den niedrigen Zinsen leidenden Bausparkassen sollen gestärkt werden. Mit einer Gesetzesreform, die noch heuer verabschiedet werden soll, sollen die Kassen ihre Geschäfte künftig flexibler gestalten und ausweiten können. Damit sollten sie ihre Ertragslage stärken, das Kundengeschäft auszuweiten und Risiken zu begrenzen können. Mit den neuen Regeln solle aber sichergestellt werden, dass sich Verbraucher auch künftig darauf verlassen können, dass die langfristigen Zusagen aus Verträgen eingehalten werden können, hieß es am Dienstag im Bundesfinanzministerium. Für den einzelnen Bausparer ändere sich nichts. Eine Entlastung für Kassen bei Alt-Verträgen, in denen hohe Zinszahlungen zugesichert wurden, sei nicht geplant. Einige Bausparkassen versuchen, Kunden aus lukrativen Alt-Verträgen herauszudrängen.

Neue Geschäftsfelder müssten "bausparverwandt" sein, hieß es. Geplant ist, dass Bausparkassen Gelder aus einem Fonds flexibler nutzen, den sie eigentlich jeweils zur Sicherung der Liquidität bei überraschenden Hochzinsrisiken vorhalten müssen. Die Mittel daraus könnten nun auch für "bausparverwandte" Geschäfte genutzt werden - etwa zur Vergabe sonstiger Baudarlehen außerhalb des Bauspargeschäfts an Kunden. Bausparkassen könnten verstärkt Zwischenfinanzierungen anbieten und sich so besser refinanzieren. Auch sollen sie dafür künftig Hypothekenpfandbriefe ausgeben können. Verlangt werde aber auch eine neue Gebäude-Versicherungspflicht.
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