Kurs-Gewinn-Verhältnis nur eine Kennziffer zur Bewertung von Aktienkursen
Allenfalls grobe Orientierung

Lohnt sich das Investment, oder ist der Preis der Aktie schon viel zu teuer? Diese Frage stellt sich jeder Anleger, bevor er Anteilsscheine eines Unternehmens kauft. Um sie zu beantworten, werfen viele Anleger einen Blick auf das KGV - das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Berechnet wird das KGV, indem der Kurs der Aktie dem Gewinn in dem Vergleichszeitraum gegenübergestellt wird, erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Dabei kann es sich beim Gewinn sowohl um fest stehende Werte des letzten Geschäftsjahres als auch um für die Zukunft erwartete Werte handeln.

Diese Kennziffer sagt aus, mit welchem Vielfachen des Gewinns eine Aktie an der Börse zurzeit bewertet wird. Ein Beispiel: Eine Aktie kostet 20 Euro und für das kommende Geschäftsjahr wird ein Gewinn von 2 Euro pro Aktie erwartet. Teilt man den Aktienkurs durch den erwarteten Gewinn, ergibt das ein KGV von 10. Dabei gilt im Allgemeinen: Je niedriger das KGV, desto günstiger ist ein Wertpapier. Ein sehr hohes KGV deutet meist darauf hin, dass Anleger in Zukunft steigende Gewinne erwarten. Das KGV ist aber nur eine von vielen Kennziffern zur Aktienkursbewertung. Es kann allenfalls eine grobe Orientierung dafür bieten, ob eine Aktiengesellschaft teuer ist oder günstig. Eindeutige Schlussfolgerungen für die wahrscheinliche zukünftige Wertentwicklung lässt das KGV nicht zu. Diese hängt vielmehr von der Entwicklung der Konjunktur, vom Markt, vom Management und von der allgemeinen Börsenstimmung ab.
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