Kurznachrichtendienst: Rund jeder zwölfte Mitarbeiter muss gehen - Einheitliche Strategie
Twitter streicht Arbeitsplätze

Twitter-Mitgründer Jack Dorsey setzt nach wenigen Tagen als ständiger Konzernchef einen massiven Stellenabbau in Gang. Wegfallen sollen rund acht Prozent der Belegschaft, maximal 336 Jobs, wie der Kurznachrichtendienst am Dienstag mitteilte. Die Einsparungen sollen für ein schnelleres Wachstum investiert werden, hieß es. Twitter hatte zuletzt langsamer neue Mitglieder gewonnen. Die Aktie steht unter Druck, und der Ruf nach Veränderungen wird lauter.

Dorsey, der als Erfinder des Twitter-Prinzips mit kurzen Nachrichten von bis zu 140 Zeichen gilt, signalisierte in einer E-Mail an die Mitarbeiter, dass Software- und Produktentwicklung am stärksten von dem Umbau betroffen sein würden.

Zuvor mehr Leute eingestellt

Twitter beschäftigte Ende Juni insgesamt 4100 Menschen - fast ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Die ausscheidenden Mitarbeiter sollen "großzügige" Abfindungen und Hilfe bei der Suche nach einem neuen Job bekommen, versprach Dorsey. Dafür sind Ausgaben von bis zu 20 Millionen Dollar eingeplant, im Schnitt knapp 60 000 Dollar pro Mitarbeiter.

Im Kern des Umbaus liege eine einheitliche Strategie für Twitter, die Video-App Vine und die Streaming-App Periscope, erklärte Dorsey. Wegen des abgeschwächten Wachstums ist Twitter an der Börse ein Fünftel weniger wert als noch im April.
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