Landesausstellung an Goldener Straße
Metropolregion

Nürnberg. Die Metropolregion ist Partner bei den Planungen zur Bayerisch-tschechischen Landesausstellung, die sich mit dem Leben und Wirken Kaiser Karls IV. (1316-1378) beschäftigt. Ziel ist ein attraktives Begleitprogramm zur Landesausstellung 2016/2017 in möglichst vielen Kommunen entlang der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag.

Zwischen Prag, wo die Ausstellung am Kaisergeburtstag (14. Mai 2016) in der Wallenstein-Reitschule eröffnet wird, und Nürnberg, wo sie am 20. Oktober im Germanischen Nationalmuseum fortgesetzt wird, gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte:

Der Geschichtspark Bärnau-Tachov stellte schon einen leibhaftigen Handelszug auf die Goldene Straße. In Neustadt/WN wird ein Original Handschuh des Kaisers verwahrt, den er den Neustädtern als Faustpfand für die Schenkung eines Waldes überließ. Durch den Landkreis Amberg-Sulzbach führt der "verbotene Teil" der Goldenen Straße. In Plech ist am Rande der Goldenen Straße eine Wasserstelle erhalten, wo Kaiser Karl IV. sein Pferd saufen ließ. In Lauf pflegte der Kaiser in der Residenzburg zu rasten, ehe er zum Reichstag nach Nürnberg weiterritt. Der jüngst restaurierte Wappensaal zeugt von Karls Königtum im riesigen Neuböhmen. Die Stadt Sulzbach-Rosenberg verdankt Kaiser Karl IV. ihre Bergwerksrechte, viele weitere Kommunen ihre Markt- bzw. Stadtrechte.

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle unterstrich: "Die bayerisch-tschechische Landesausstellung 2016/2017 ist ein starkes Symbol für die gewachsene Freundschaft zwischen Tschechien und Bayern." Die Ausstellungsmacher hoffen, dass ein lebendiges Rahmenprogramm ihre Schau begleitet. Dr. Wolfgang Jahn vom Haus der bayerischen Geschichte: "Wir möchten, dass die Ausstellung Strahlkraft in die Region entwickelt."

Karl IV. war einer der ersten großen Europäer. Als einer der bedeutendsten Kaiser des Spätmittelalters steht er als Symbol für das heute wieder mögliche friedliche Zusammenleben in einem gemeinsamen Europa. Sein Reich umfasste u.a. das Gebiet der heutigen Metropolregion Nürnberg und reichte bis nach Prag. Für die Region bedeutend ist der von ihm angestoßene Ausbau der Handelswege: Die Goldene Straße wurde eine der bedeutendsten Handelswege des Mittelalters. Als "A 6 des Mittelalters" gab sie ähnliche Impulse für die Region wie die heutige Entwicklungsachse von Nürnberg nach Prag.

In einem gemeinsamen Memorandum hatten sich Vertreter der Metropolregion Nürnberg, Westböhmens und der Euregio Egrensis 2014 in Hersbruck darauf verständigt, die großräumige grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu intensivieren.
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