Landwirte sorgen sich um Preise

Joachim Rukwied, Präsident des Bauernverbandes. Bild: dpa
Die Bauern in Deutschland rechnen mit einem wirtschaftlich schwierigen Jahr. Niedrige Erzeugerpreise, der gesetzliche Mindestlohn und die Diskussion über die Tierhaltung drückten auf die Stimmung, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, am Mittwoch in Berlin. Die Sorgen um das künftige Geschäft zeigt sich auch in einer nachlassenden Investitionsbereitschaft

Rukwied erwartet in den nächsten Jahren als Folge des gesetzlichen Mindestlohns steigende Preise für heimisches Obst und Gemüse. So stiegen beispielsweise beim Freiland-Gurkenanbau die Produktionskosten durch die höhere Löhne um bis zu 25 Prozent. Die Landwirte müssten das zumindest zum Teil weitergeben. Für Erntehelfer sind bis Ende 2016 noch tariflich vereinbarte Löhne unter der Mindestlohn-Untergrenze von 8,50 Euro möglich. Ab 2016 werde es deshalb spannend, sagte Rukwied. Die Frage sei dann, inwieweit die großen Lebensmittel-Discounter bereit seien, höhere Einkaufspreise zu zahlen. Letztlich entschieden die Verbraucher darüber, ob sie regionalen Produkten treu blieben oder günstigere Ware aus dem Ausland kauften.
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