Lange Wochenenden und Fußball-EM
Brauereien werden mehr Bier los

Prost! Im Deutschland sinkt seit langem der Absatz. Der starke Export gleicht das teilweise aus. Dank der Fußball-EM können die Brauer nun endlich auch zu Hause mal wieder ein leichtes Plus verkünden. Archivbild: dpa

Wiesbaden/Wolnzach. Der Bierdurst im Ausland, die Fußball-EM und der Mai mit seinen langen Wochenenden haben den deutschen Brauern im ersten Halbjahr Zuwächse beschert. Insgesamt stieg der Bierabsatz um 1,9 Prozent im Vorjahresvergleich auf 47,8 Millionen Hektoliter. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden. Der Absatz in Länder außerhalb der EU stieg um fast 18 Prozent auf 3,9 Millionen Hektoliter. Im Inland gab es dagegen ein Wachstum von nur 0,3 Prozent auf 38,7 Millionen Hektoliter. Der deutsche Inlandsabsatz ist seit Jahren rückläufig. Ausnahmen gab in der Vergangenheit nur in den Jahren der Fußball-WM 2006 und 2014.

Die Hopfenbauern in Deutschland erwarten eine durchschnittliche Ernte von geschätzt knapp 36 000 Tonnen. Da der Ertrag im Jahr zuvor mit gut 28 000 Tonnen eher gering war, bedeutet dies für 2016 aber eine deutliche Steigerung. Das wurde bei der Vorlage der Zahlen am Donnerstag in Wolnzach (Oberbayern) mitgeteilt. Größtes Anbaugebiet ist die Hallertau. Die Anbaufläche vergrößerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 742 auf 18 600 Hektar.
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