Lindt gewinnt Bärenstreit

Der Schokoladenbär der Firma Lindt lockt mit roter Schleife den Konsumenten an. Damit ähnelt er zu sehr seinen "Goldbären", fand der Gummibärchenhersteller Haribo. Der BGH entschied nun zugunsten von Lindt. Bild: dpa
Der in goldene Folie gehüllte Schoko-Bär von Lindt darf in den Regalen bleiben. Die Markenrechte des Gummibärchenherstellers Haribo ("Goldbären") werden durch den Lindt-Teddy nicht verletzt, urteilte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Mittwoch. Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt verkauft den Bären, der eine Schleife um den Hals trägt, seit 2011 in der Weihnachtszeit. Haribo sah seine Markenrechte verletzt: Der Bonner Süßwarenhersteller vertreibt seit den 60er Jahren Gummibärchen und ließ später auch die Wortmarke "Goldbären" schützen. Auf der Verpackung ist ein Bär mit einer roter Schleife zu sehen. Haribo wollte den Schokoteddy verbieten lassen. Die Vorinstanzen gaben mal Haribo, mal Lindt recht.

Der Schokoteddy stelle keine unlautere Nachahmung von Haribos Fruchtgummiprodukten dar, sagte der Vorsitzende BGH-Richter Wolfgang Büscher in Karlsruhe. Zwar seien die Marken "Goldbär" und "Goldbären" von Haribo in Deutschland sehr bekannt. Dennoch fehle es an einer Verwechslungsgefahr. Der Verbraucher verknüpfe mit den Haribo-Bären nicht automatisch den Schokoladenhohlkörper von Lindt.
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