Luftfahrtmesse ILA eröffnet
Flugzeuge, Drohnen und Hubschrauber

Einer der größten Einzelaussteller auf der ILA ist die Bundeswehr. Die Luftfahrtschau auf dem Südgelände des Flughafens Berlin-Schönefeld ist bis 4. Juni geöffnet. Bild: dpa

Drohnen, Hubschrauber und Flugzeuge: Vier Tage ist die Messe ILA in Schönefeld Treffpunkt der Luftfahrtbranche. Es geht vor allem um Energieeffizienz, neue Transportlösungen und ein Sorgenkind des Militärs.

Schönefeld. Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Schönefeld bei Berlin zeigen 1017 Aussteller aus 37 Ländern vier Tage lang ihre Produkte und Trends der Industrie. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eröffnete die Schau am Mittwoch mit einem Rundgang bei strömendem Regen.

Klimaschutz


Zum Auftakt bekannte sich Airbus-Vorstandschef Tom Enders zum Ziel der Branche, den Ausstoß des Klimagases CO2 bis zum Jahr 2050 um 75 Prozent zu verringern. Das sei "extrem ambitioniert", aber angesichts der erwarteten Verdoppelung des Flugverkehrs in den nächsten 20 Jahren notwendig. "Wenn wir weiterhin die Lizenz zum Wachsen haben wollen, dann müssen wir uns gewaltig etwas einfallen lassen", sagte er.

"90 Prozent der Forschungsmittel gehen in Öko-Effizienz unserer Flieger", sagte der AirbusChef über seinen Konzern und verwies auf die Zusammenarbeit mit Siemens bei der Entwicklung von Motoren mit elektrischem Antrieb und von Hybridmotoren.

Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sieht die Zukunft in solchen kombinierten Antriebsarten und richtet darauf seine Forschung aus, wie Vorstandsmitglied Rolf Henke auf der ILA sagte. Die DLR-Forscher arbeiteten auch an großen Drohnen, die mehrere Hundert Kilogramm Fracht tragen können sollen, berichtete Henke. Diese "unbemannten Frachttransporter", genannt Ufo, fehlten noch im Sortiment der Drohnen-Varianten und könnten eine Alternative zu manchen Transporten über Land sein.

Dauerthema A400M


Die Bundeswehr ist auf der ILA erneut der größte Einzelaussteller. Unter anderem zeigt sie die Kampfflugzeuge Eurofighter und Tornado sowie den Transporter A400M. Bei der Airbus-Maschine zeigten sich zuletzt Triebwerksprobleme. Enders ließ auf Nachfrage offen, wie schnell die Produktion wieder in Gang kommen wird. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Knoten in der Produktion, der zurzeit viel mit Triebwerksproblemen zu tun hat, zu lösen, und die Produktion hochzufahren", sagte er.

Wegen diverser Pannen gibt es eine lange Verzögerung bei der Auslieferung der Maschine. Die Bundeswehr hat erst drei von 53 bestellten A400M erhalten. Sie hält aber an der Einführung des Modells fest, das die alten Transall-Flugzeuge ersetzen soll.
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