Lufthansa-Flugbegleiter nehmen Tarif-Schlichtungsergebnis an
Streik-Gefahr endgültig gebannt

Der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies. Archivbild: dpa

Frankfurt. Die Gefahr neuer Flugbegleiter-Streiks bei der Lufthansa ist endgültig abgewendet. Bei der am Mittwochabend auslaufenden Urabstimmung der Mitglieder der Gewerkschaft Ufo über das Schlichtungsergebnis zeichne sich eine klare Zustimmung ab, sagte der Ufo-Verhandlungsführer Nicoley Baublies am Vormittag der Deutschen Presse-Agentur. Das genaue Ergebnis der Urabstimmung sollte am Abend verkündet werden. Für eine Annahme ist die Zustimmung von 50 Prozent notwendig, was laut Baublies bereits sicher erreicht ist. Damit ist die letzte Hürde genommen, um das vom früheren SPD-Politiker Matthias Platzeck erreichte und Anfang Juli bereits vorgestellte Schlichtungsergebnis umzusetzen. Einzelne der 29 angestrebten Tarifverträge sollen bis ins Jahr 2023 gelten. Sie sollen nach nun anstehenden Redaktionsverhandlungen die Arbeitsbedingungen, Ruhestandszahlungen und Verdienstmöglichkeiten von rund 19 000 Flugbegleitern der Kernmarke Lufthansa regeln. Enthalten sind Einkommenssteigerungen um gut fünf Prozent zwischen Januar 2016 und Juni 2019, eine Beschäftigungsgarantie bis 2021 und ein neues System der Alters- und Übergangsversorgung. Ufo hatte im November 2015 den härtesten Streik in der Geschichte der Lufthansa organisiert, bei dem rund 4700 Flüge ausgefallen waren. Noch offen ist der Tarifkonflikt der Lufthansa mit den Piloten, die bereits 13-mal gestreikt haben. Hier sind die Gespräche derzeit unterbrochen.

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