Lufthansa: Flugbegleiter schlagen Dreier-Gespräche vor
Zu dritt am Tisch

Im Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Piloten haben die Flugbegleiter einen Lösungsversuch gestartet. Ihre Gewerkschaft Ufo schlug am Montag dem Unternehmen und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) gemeinsame Vermittlungsgespräche vor. In dieser "Mediation" sollten Prozesse zur Lösung der verschiedenen Tarifprobleme verbindlich vereinbart werden, heißt es in dem Appell.

Ufo steckt selbst in Tarifverhandlungen mit der Lufthansa und hat einer Teilschlichtung zu den Übergangs- und Betriebsrenten zugestimmt. Wegen des eskalierten Pilotenstreiks könne man sich allerdings nicht mehr vorstellen, für die Kabinen-Themen unabhängige Lösungen mit der Lufthansa vereinbaren zu können, heißt es in dem Schreiben. Ein VC-Sprecher erneuerte am Montag die Streikdrohung der Piloten auch über die Osterfeiertage. Die VC und die Lufthansa teilten mit, man werde den Vorschlag prüfen. Nicht mit einbezogen wurde die dritte Lufthansa-Gewerkschaft Verdi, die am Montag die Verhandlungen für rund 33 000 Boden-Mitarbeiter aufgenommen hat. Sie verlangt 5,5 Prozent mehr Geld und ist nicht bereit, in dieser Runde über die Betriebsrenten zu verhandeln, die Lufthansa auch in diesem Bereich kürzen will.
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