Management bekommt tiefrote Zahlen zu spüren
Deutsche Bank: Kein Bonus nach Rekordverlust

Die beiden Chefs der Deutschen Bank: Jürgen Fitschen (links) und John Cryan. Archivbild: dpa

Frankfurt/München. Steigende Millionengehälter in den Führungsetagen der Dax-Konzerne sind kein Selbstläufer mehr. Das zeigen die am Freitag veröffentlichten Geschäftsberichte von Deutscher Bank, Commerzbank und Allianz für 2015. Co-Chef John Cryan, der Anshu Jain zur Jahresmitte abgelöst hatte, erhielt für seine ersten sechs Monate an der Bank-Spitze 1,9 Millionen Euro. Auch Jain erhielt 1,9 Millionen Euro. Co-Chef Jürgen Fitschen verdiente 3,8 Millionen Euro nach 6,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die Boni für die Mitarbeiter kürzte die Deutsche Bank um 17 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das trifft vor allem Investmentbanker. Allerdings waren deren Festgehälter zuletzt wegen der neuen gesetzlichen Begrenzung von Bonuszahlungen erhöht worden.

Bei der Commerzbank zahlt sich der erste Milliardengewinn seit fünf Jahren für Konzernchef Martin Blessing aus. Für 2015 kassierte er unter dem Strich 1,7 Millionen Euro, gut sechs Prozent mehr als für 2014. Privatkundenvorstand Martin Zielke, der Blessing zum 1. Mai als Vorstandschef ablösen wird, erhielt knapp 1,2 Millionen Euro. Die Mitarbeiter hingegen erhalten keinen gewinnabhängigen Bonus. Der Vorstand begründet das damit, dass die Commerzbank noch nicht ausreichend rentabel sei.

Bei der Allianz kam der seit Mai amtierende Chef Oliver Bäte auf eine Gesamtvergütung von 7,05 Millionen Euro (Vorjahr rund 2,8 Millionen Euro). Sein Vorgänger Michael Diekmann konnte 5,5 Millionen Euro mit nach Hause nehmen, 1,1 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.
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