Metall-Tarifrunde in Bayern ergebnislos vertagt
Warnstreiks

Give me five: Die IG Metall fordert eine Lohn- und Gehaltserhöhung um fünf Prozent. Bild: dpa

Augsburg. Im Tarifkonflikt der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist auch die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Bei den Gesprächen boten die Arbeitgeber am Donnerstag in Augsburg eine Entgelterhöhung von 2,1 Prozent für zwei Jahre in zwei Stufen an. Die IG Metall lehnte dieses Angebot als völlig unzureichend ab. Wann die Entgelte genau in welchem Ausmaß steigen sollen, ließen die Arbeitgeber offen

Die Gewerkschaft fordert 5 Prozent mehr Lohn für ein Jahr. Das Angebot der Arbeitgeber bedeute umgerechnet nur eine Lohnerhöhung von 1,05 Prozent innerhalb von zwölf Monaten, sagte Bayerns IG-Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler. Er kündigte massive Warnstreiks an, die bereits in der Nacht zum Freitag beginnen sollen. Der Arbeitgeberverband VBM sieht die Gewerkschaftsforderungen als "unrealistisch" an.

Für die Oberpfalz hatte die Gewerkschaft bereits Aktionen für die Nacht auf heute bei Siemens in Amberg und Kemnath sowie bei Faurecia in Trabitz (Kreis Neustadt/WN) angekündigt. Am Montag soll es unter anderem Warnstreiks an den vier Standorten des Amberger Autozulieferers Grammer geben.
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