Metro macht wieder Gewinn

Seit Ende Januar 2012 ist Olaf Koch Vorstandschef der Metro. Bild: dpa

Im Internet-Handel macht der Handelsriese verlorenen Boden gut. Doch das Russland-Geschäft macht Sorgen. Zwar laufen die Geschäfte im Land trotz aller Sanktionen stabil. Doch der schwache Rubel drückt auf das Ergebnis.

Der Handelsriese Metro rechnet in diesem Jahr mit einem zufriedenstellenden Weihnachtsgeschäft. Der Start im November sei zwar wegen der milden Witterung verhalten gewesen, doch in den ersten beiden Dezemberwochen habe das Geschäft spürbar angezogen, sagte Konzernchef Olaf Koch am Dienstag in Düsseldorf. Vor allem bei den Elektronikketten Media Markt und in den Metro-Großmärkten klingelten zuletzt die Kassen. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 gelang der Metro die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Unter dem Strich wies der Konzern einen Gewinn von 127 Millionen Euro aus - nach einem Verlust von 35 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz sank dagegen wegen des schwachen Rubels und des Verkaufs des Real-Geschäfts in Osteuropa um vier Prozent auf 63 Milliarden Euro.

Angesichts der positiven Ergebnisentwicklung will die Metro an die Aktionäre eine Dividende von 90 Cent je Stammaktie ausschütten. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 waren die Aktionäre leer ausgegangen.

Vorstandschef Olaf Koch sieht die Metro auf gutem Weg - nicht zuletzt weil der Konzern inzwischen im lange vernachlässigten Online-Handel mit großen Schritten verlorenen Boden gutmache. Bei der Elektronikkette Media-Saturn sei der über das Internet generierte Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um fast 30 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen. Bei der Warenhauskette Kaufhof legte der Online-Umsatz um 64 Prozent auf 63 Millionen Euro zu. Und der Konzern sieht in beiden Geschäftsfeldern noch Wachstumspotenziale. Das Multi-Channel-Konzept der Metro, die Verbindung von Internetangebot und stationärem Handel, werde von den Kunden sehr gut angenommen, sagte Koch.

Das Geschäft in Russland

Sorgen bereitet dem Konzern allerdings nach wie vor die Entwicklung in Russland, einem der wichtigsten Märkte für das Großhandels-Geschäft der Metro. Vor allem der schwache Rubel könne zur Belastung für das Ergebnis werden, hieß es. Das operative Geschäft behaupte sich dagegen trotz aller Sanktionen und Exportverbote bislang gut. Pläne für eine Börsengang der russischen Großhandelssparte hat der Konzern bis auf weiteres auf Eis gelegt.
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