Middelhoff wehrt sich gegen Urteil

Der Fall Thomas Middelhoff wird nun auch den Bundesgerichtshof (BGH) beschäftigen. Der frühere Top-Manager wehrt sich gegen die Verurteilung zu einer dreijährigen Haftstrafe durch das Essener Landgericht. Seine Anwälte legten Revision gegen das Urteil ein, wie ein Sprecher des Landgerichts am Freitag mitteilte. Bei einer Revision prüft der BGH, ob dem Landgericht rechtliche Fehler etwa bei der Beweiswürdigung oder der Strafzumessung unterlaufen sind.

Vor einer Woche hatte das Landgericht den früheren Chef des inzwischen pleitegegangenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor der Untreue und der Steuerhinterziehung schuldig gesprochen. Nach Auffassung des Gerichts stellte er in 26 Fällen ganz oder überwiegend privat veranlasste Flüge mit Charterjets und Hubschraubern zu Unrecht Arcandor in Rechnung. Auch eine Festschrift für den Middelhoff-Mentor Mark Wössner sei fälschlich vom Unternehmen bezahlt worden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Middelhoff, der die Vorwürfe bis zuletzt entschieden bestritt, wurde verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Gegen ihn laufen noch weitere Ermittlungsverfahren.
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