Mischgetränke wie Hugo oder Spritz nehmen dem Sekt Marktanteile ab
Konkurrenz für den Klassiker

Die Deutschen lieben Sekt und Seccos. Allerdings machen manche Trendgetränke den Klassikern Konkurrenz. Archivbild: dpa
Wirtschaft DE/WELT
Deutschland und die Welt
29.12.2014
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Die Sektbranche wird derzeit kräftig von Mixgetränken à la Hugo oder Spritz aufgemischt. Diese Varianten haben dem Klassiker 2014 Konkurrenz gemacht. "Wir hatten bei den schäumenden Getränken eine kleine Delle nach oben, der klassische Sekt hatte eine kleine Delle nach unten", resümiert der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Sektkellereien, Ralf Peter Müller, mit Blick auf die Zahlen bis Oktober. Die umsatzstärksten Monate sind in dieser Rechnung aber noch nicht enthalten. "Das Jahr 2014 hat zwei Gesichter", erklärt der Vorstandssprecher der Sektkellerei Schloss Wachenheim AG, Wilhelm Seiler. Für Sparkling (Schaumwein) insgesamt sehe es zwar gut aus, davon profitierten Sekte aber eher weniger, Weinmischgetränke eher mehr. Allerdings entscheide letztlich der Geschmack der Verbraucher im Dezember über den Erfolg des Jahres. Denn die Sektbranche setzt laut Müller rund ein Viertel der Flaschen im Dezember ab.

Die Schwäche im Sektgeschäft schiebt er auf die Lust der Kunden auf Weinmischgetränke. "Diesen Trend hatten wir vor Jahren schon mal, die Kunden kamen zu den klassischen Sekten zurück." Spätestens wenn eine Hochzeit, ein Geburtstag oder Weihnachten anstehe, werde wieder eine Sektflasche geköpft. Und Müller kann der gemixten Konkurrenz auch Gutes abgewinnen: Es gebe viele Menschen, die erst über Weinmischgetränke auf den Geschmack kämen. Mit der Zeit wechselten sie dann zum klassischen Sekt. 2013 war der Durst der Verbraucher auf Sekt und andere Schaumweine zurückgegangen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge trank jeder Einwohner im Alter ab 16 Jahren durchschnittlich 4,6 Liter Sekt, Champagner, Obst- oder Fruchtschaumwein. Das waren 0,2 Liter weniger als ein Jahr zuvor. Im Ganzen wurden 322 Millionen Liter konsumiert.
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