Mobil, flexibel und leicht

Mobile Speicher mit WLAN-Funktion, hier die Mobilelite Wireless G2 von Kingston, bieten auch Anschlüsse für USB und manchmal sogar für Speicherkarten. Bild: Kingston

Ob im Zug, im Café oder auf Reisen: Tablets, Notebooks und Smartphones sind überall dabei. Das Problem: Entweder reicht der Speicherplatz nicht aus oder man kann nicht gemeinsam auf Daten zugreifen. WLAN-Festplatten sind dafür eine Lösung

WLAN-Festplatten ergänzen mobile Geräte kabellos um zusätzlichen Speicherplatz und erlauben den parallelen Zugriff von mehreren Nutzern - um zum Beispiel einen Film gleichzeitig auf verschiedene Geräte zu streamen.

Die Geräte sehen aus wie normale externe Festplatten, haben aber zusätzlich zum USB-Anschluss noch einen Chip für drahtlose Datenübertragung per WLAN integriert. "Das hat den Vorteil, dass die Festplatte nicht immer direkt neben dem Computer stehen muss", sagt Alexander Kuch vom Online-Portal Teltarif.de. So kann das Gerät unauffällig in der Tasche bleiben. "Außerdem können auch WLAN-fähige Geräte ohne klassischen USB-Anschluss kabellos auf die Festplatte zugreifen."

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Die meisten WLAN-Festplatten erlauben den parallelen Zugriff mehrerer Geräte wie Notebooks oder Smartphones - zum Beispiel für den Datenaustausch zu Hause oder unterwegs. Viele WLAN-Festplatten bieten zusätzlich Netzwerkschnittstellen, externe Anschlüsse für TV-Geräte oder Steckplätze für Speicherkarten. Auch lässt sich die Festplatte als Multimedia-Bibliothek verwenden, um Bilder, Videos und Musik zu streamen. Der Zugriff erfolgt entweder direkt oder per Smartphone-App.

Was ist wichtig?

Großer Speicherplatz oder schneller Zugriff auf die Platte - vor dem Kauf sollte man überlegen, was wichtig ist. "Wünscht der Anwender viel Speicherplatz, sollte er zu einer klassischen externen magnetischen WLAN-Festplatte greifen", sagt Alexander Kuch. Diese gebe es typischerweise mit einem oder zwei Terabyte (TB) Speicherplatz. Der Nachteil: Magnetische WLAN-Festplatten brauchen mehr Strom und haben häufig ein eigenes Netzteil. "Wer auf eine schnelle Zugriffszeit Wert legt, sollte sich eine externe Flash-Festplatte (SSD) mit WLAN-Modul kaufen", rät Kuch. Ein eingebauter Akku ermöglicht den mobilen Betrieb ohne Steckdose. Weitere Vorteile: Flash-Festplatten sind geräuschlos, haben eine schnellere Zugriffszeit und verbrauchen weniger Strom als magnetische Festplatten. Sie sind allerdings gemessen an der Speichergröße teurer und haben weniger Kapazität. Meist passen die Chip-Speicher mit Akku in die Hosentasche - als Erweiterung für Smartphones oder Tablets ohne Speicherkarten-Steckplatz. Rund 80 Euro kann man für eine SSD mit WLAN, Akku und 64 Gigabyte (GB) Speicher einplanen, bis zu 140 Euro für ein 128-GB-Modell. Für einen Magnetspeicher mit WLAN und einer Kapazität von einem TB und mehr zahlt man rund 100 bis 180 Euro. Beim Kauf sollte der Nutzer darauf achten, dass es sich um ein Modell eines Markenherstellers und nicht um No-Name-Ware handelt, rät Alexander Kuch. "Denn gerade bei magnetischen Festplatten sollte die Harddisk sauber ins Gehäuse eingebaut sein und ordentlich gekühlt werden, beispielsweise durch Lüftungsschlitze im Gehäuse, gegebenenfalls unterstützt durch einen kleinen internen Lüfter", so der Experte.

Aktuelle Testergebnisse

In einem aktuellen Test von sechs WLAN-Speichererweiterungen der Zeitschrift "MacLife" schnitten zwei Geräte gut ab. Als Testsieger gingen die LaCie Fuel (Preis: circa 160 Euro) und das SanDisk WirelessMedia Drive (Preis: 80 Euro) hervor. Bei der LaCie Fuel - erhältlich mit ein oder zwei TB - hält der Akku bis zu zehn Stunden durch, bis zu fünf Endgeräte können gleichzeitig zugreifen. Das WirelessMedia Drive bietet laut "Maclife" als Flash-Speicher mit 32 oder 64 GB schnellen Zugriff bei langer Laufzeit. Für die Experten zählen bei WLAN-Platten neben der Schnelligkeit und der Länge der Akkulaufzeit auch Gewicht und Größe. Der Datenspeicher sollte am besten in die Hosentasche passen, raten sie.
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