Mobilfunk: Zuschlag an alle drei "Großen" bei Versteigerung der Nutzungsrechte
Fünf Milliarden für Frequenzen

Bei der milliardenschweren Auktion waren alle drei Bieter - Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica - erfolgreich. Bild: dpa
Mit Erlösen von knapp 5,1 Milliarden Euro ist die Auktion um neue Mobilfunkfrequenzen für das schnelle Internet zu Ende gegangen. Nach einem dreiwöchigen Bieterkampf fiel in der Niederlassung der Bundesnetzagentur in Mainz am Freitag der Hammer. Alle drei Anbieter seien erfolgreich gewesen, teilte die Bundesnetzagentur mit.

Für die Nutzungsrechte zum Ausbau des schnellen mobilen Internets müssen Telefónica 1,2 Milliarden, die Deutsche Telekom 1,8 Milliarden und Vodafone 2,1 Milliarden Euro zahlen. Die Auktionserlöse fließen an den Bund, der sie zum Teil wiederum in die Förderung des Breitbandausbaus stecken will. Das Mindestgebot für die Frequenzpakete zu Beginn der Auktion hatte bei 1,5 Milliarden Euro gelegen.

Besonders umkämpft waren die GSM-Frequenzen aus dem Bereichen 900 und 1800 Megahertz, die 2016 auslaufen und neu vergeben werden. Dort lieferten sich die Deutsche Telekom und Vodafone um einige Blöcke einen heißen Bieterkampf. Kleinere Anbieter waren nicht dabei. Sie wurden entweder abgewiesen oder verzichteten, weil ihnen etwa das Mindestangebot zu hoch war.

"Wir sind mit dem Ausgang der Auktion zufrieden", sagte Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme. Auch der Deutschlandchef beim Konkurrenten Vodafone, Jens Schulte-Bockum, sprach von einem "sehr guten Ergebnis".
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