Monte dei Paschi di Siena zückt Rotstift
Krisenbank streicht 2600 Stellen

Siena. Mit Stellenstreichungen und einem radikalen Sanierungsplan will die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) endlich in ruhiges Fahrwasser kommen. Rund 2600 Stellen sollen in den kommenden drei Jahren gestrichen und etwa 500 von 2000 Filialen geschlossen werden, wie die Bank am Dienstag in Siena mitteilte. Zudem sollen Geschäftsteile verkauft werden. Die toskanische Bank soll bis 2019 wieder einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Euro haben.

Derzeit hat die Bank, die als das älteste Geldhaus der Welt gilt, etwa 25 200 Mitarbeiter weltweit. Für das laufende Jahr wird ein Verlust von 4,8 Milliarden Euro vorausgesagt. Wegen einer hohen Vorsorge für faule Kredite schrieb das Institut im dritten Quartal einen Minus von 1,15 Milliarden Euro. Faule Kredite, bei denen die Rückzahlung unwahrscheinlich ist, sind das größte Problem der Bank, die bereits mehrere Rettungsversuche hinter sich hat. Die Kredite belaufen sich brutto derzeit auf 45,6 Milliarden Euro.
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