Müller: Keine Sklavenarbeit in Textilbranche

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will trotz massiver Kritik deutscher Textilhersteller an seinem Bündnis für faire Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern festhalten. "Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass ich der deutschen Textilwirtschaft erklären muss, dass man in Bangladesch auch existenzsichernde Löhne bezahlen muss", sagte Müller am Montag beim "Eine-Welt-Forum". Deutsche Modefirmen dürften keine "Sklavenarbeit" und keine umweltschädigenden Produktionsmethoden in ihrer Lieferkette dulden, forderte Müller. Die meisten großen Hersteller traten dem Bündnis jedoch nicht bei. Falls sich nicht noch mehr Firmen zu den Mindeststandards des Bündnisses bekennen sollten, müsse der Druck erhöht werden. Ein entsprechendes Gesetz wäre aber politisch derzeit schwer durchsetzbar, räumte der Minister ein.
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