Nach Brexit-Votum Sorge um Markt in Großbritannien
Opel fährt in Gewinnzone

Detroit/Rüsselsheim. Nach der Rückkehr in die Gewinnzone wachsen beim Autobauer Opel die Sorgen um den britischen Markt. Auf bis zu 400 Millionen Dollar bezifferte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann am Donnerstag die Risiken, die wegen der Brexit-Entscheidung in der zweiten Jahreshälfte auflaufen könnten. Damit steht der angepeilte positive Jahresgewinn in Frage. Mit der rasanten Pfundabwertung im Vergleich zum Dollar seien die Erlöse aus den Verkäufen in Großbritannien schlagartig eingebrochen, räumte er ein. "Natürlich haben wir auch Vorteile durch unsere Produktion in Großbritannien. Das betrifft aber nur die dort stattfindende Wertschöpfung. Die große Mehrzahl der Komponenten in unseren Autos kommt aber aus dem Euro-Raum", sagte Neumann. Die Adam Opel AG, die Europatochter von General Motors, hat im zweiten Quartal einen operativen Gewinn von 137 Millionen Dollar in Detroit abgeliefert. Für das erste Halbjahr ergibt sich daraus ein Gewinn von 131 Millionen Dollar. Das teilte GM am Donnerstag in Detroit mit. Letztmalig hatte die GM-Europatochter im zweiten Quartal 2011 einen Gewinn ausgewiesen.

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