Nach dem Großfeuer
Entlassungen bei Wiesenhof

Nach dem Großbrand in der Wiesenhof-Schlachterei werden Hunderte Mitarbeiter entlassen. Geschäftsleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft haben sich auf einen Interessensausgleich und Sozialplan geeinigt. Bild: dpa

Lohne. Nach dem Feuer in der Geflügelschlachterei bei Wiesenhof im niedersächsischen Lohne sollen von den ursprünglich 750 Festangestellten künftig nur noch 213 beschäftigt werden. Das sagte der Chef der Wiesenhof-Mutter PHW, Paul-Heinz Wesjohann, am Dienstag. Unternehmen, Gewerkschaft und Betriebsrat einigten sich auf einen Sozialplan, der auch Abfindungen vorsieht. "Die Vereinbarung tut sehr weh", sagte der Betriebsratsvorsitzende Zafer Babacan. Es sei aber der bestmögliche Kompromiss gefunden worden. Dieser sieht Abfindungen vor und soll den entlassenen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, nach dem Wiederaufbau erneut zu den alten Bedingungen bei Wiesenhof zu arbeiten. Ende März hatte ein technischer Defekt einen Großbrand in der Schlachterei ausgelöst. Versicherungsangaben zufolge liegt der Schaden bei rund 300 Millionen Euro. Der Betrieb solle wieder aufgebaut werden, es werde aber noch Jahre dauern, bis die alten Kapazitäten wieder erreicht würden, sagte Wesjohann.

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