Nach "konstruktiven" Verhandlungen
NRW Pilotbezirk für Tarifrunde der Metaller

Frankfurt/Köln. Der Tarifkonflikt in der deutschen Metall- und Elektroindustrie soll in Nordrhein-Westfalen gelöst werden. Nach "konstruktiven" Verhandlungen am Vortag beschlossen der Vorstand der Gewerkschaft IG Metall wie auch der Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Dienstag, die Verhandlungen im mitgliederstärksten Tarifgebiet am Donnerstag in Köln fortzusetzen. Das teilten beiden Seiten mit. Für heute vereinbarte Gespräche in Baden-Württemberg werden deshalb verschoben.

Am Montag hatten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber in der vierten Runde so weit angenähert, dass offenbar beide Seiten einen Durchbruch noch vor Pfingsten für möglich halten. Beide Seiten beschrieben die Gespräche als "konstruktiv und konzentriert". Die IG Metall setzte trotzdem am Dienstag ihre Warnstreiks fort. Betroffen davon waren in Bayern unter anderem die Maschinenfabrik Reinhausen (Regensburg), Siemens in Kemnath sowie der Walzenhersteller Hamm in Tirschenreuth. Auch in den kommenden Tagen würden die Warnstreiks weitergeführt, erklärte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann. Die Gewerkschaft fordert 5 Prozent mehr Geld bei einer einjährigen Laufzeit. Die Arbeitgeber haben für 24 Monate Entgelterhöhungen in zwei Stufen angeboten, die sich auf 2,1 Prozent summieren. Dazu soll es eine Einmalzahlung geben.
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