Nachlässigkeit gefährdet Gesundheit - Bei der Fahrt nicht auf dem Schoß der Eltern ...
Kinder im Auto gründlich sichern

Ein Kindersitz ist immer sicher - dieser Irrglaube kann für Kinder schnell gefährlich werden. Bereits ein zu kleiner Sitz hat bei Unfällen manchmal schwere Verletzungen zur Folge. Bild: hfz
Kinder gehören im Auto nicht auf den Schoß der Eltern. Auf dem Beifahrersitz kann das schon bei geringen Geschwindigkeiten lebensgefährlich sein, zeigt ein Crashtest der Zeitschrift "Auto Test" und der Prüforganisation Dekra. Denn der Beifahrer droht bei einem Aufprall nach vorne zu schleudern und das Kind dabei Quetschungen an wichtigen Organen zu erleiden. Ebenfalls gefährlich wird es, wenn der Kindersitz zu groß ist. Unter Umständen kann der Kopf bei einem Unfall gegen den Vordersitz prallen, was zu einem Schädel-Hirn-Trauma führen kann. Außerdem kann sich die Halswirbelsäule beugen oder strecken. Dauerhafte Nervenschäden können Experten in solchen Fällen nicht ausschließen.

Auch ein zu kleiner Sitz kann für Kinder zur Bedrohung werden. Bei dem Test drehte sich ein Dummy aus dem Diagonalgurt. Der Brustbereich war nicht mehr fixiert, so dass ein Kind im Ernstfall Brüche an der Schulter und am Oberarm erleiden könnte. Die Tester untersuchten auch die Wirkung von Airbags, die für Kinder auf dem Beifahrersitz zu einer Gefahr werden können. Im Test legte sich der Airbag wie eine Glocke über den Kopf eines Dummys, das in einer Babyschale befestigt war. Erhebliche Verletzungen hätte es nach Angaben der Tester im Ernstfall aber nicht gegeben. Grundsätzlich raten die Experten jedoch, den Airbag auszuschalten, wenn das Kind ausreichend gesichert auf dem Beifahrersitz mitgenommen wird.
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