Neue Runde bei Discountern und Supermärkten
Preise für Butter und Käse rutschen ab

Erst vor knapp zwei Wochen gingen die Bauern gegen die Niedrigpreise für Lebensmittel auf die Straße. Doch geholfen hat es nicht. Die Preise für Käse und Butter sinken weiter. BIld: dpa

Essen/Mülheim. Die Preise für Käse und Butter fallen in Deutschland auf breiter Front. Nachdem am Wochenende bereits die Discounter Aldi und Norma mehrere Milchprodukte vom Gouda-Käse bis zur irischen Butter günstiger angeboten hatten, kündigten am Montag Edeka, Rewe, Lidl, Netto und Penny an, der Marktentwicklung folgen zu wollen. Das ist nicht ungewöhnlich, denn viele Wettbewerber orientieren sich im Preiseinstiegsbereich an Aldi.

Beim Deutschen Bauernverband stieß das Vorgehen der Handelsketten auf scharfe Kritik. Sprecher Michael Lohse betonte, die Milchpreise befänden sich schon auf einem desolat niedrigen Niveau, so dass sie für die Milchbauern existenzgefährdend seien. Vor knapp zwei Wochen hatten Landwirte gegen den Preisverfall bei Lebensmitteln protestiert und an Verbraucher und Supermärkte appelliert, den Trend zu stoppen. Hans Foldenauer vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter meinte im Gespräch mit der dpa, man könne Aldi keinen Vorwurf machen, wenn das Unternehmen die gesunkenen Rohstoffpreise an die Endverbraucher weitergebe. Notwendig seien Maßnahmen, um die Milchproduktion auf EU-Ebene zu senken.

Aldi Nord betonte, das Unternehmen sei sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Doch bilde sich der Einkaufspreis von Milch und Käse aufgrund von Angebot und Nachfrage. Der Lebensmitteleinzelhandel könne diese preisbildenden Faktoren nicht beeinflussen. Aldi gebe nur gemäß seiner Preispolitik die dadurch erzielten Einsparungen an die Kunden weiter.
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