Neue Strategie der Deutschen Bank erst im Herbst fertig
Cryan lässt sich Zeit

Seit gestern ist John Cryan einer der beiden Co-Chefs der Deutschen Bank. Archivbild: dpa
Der neue Deutsche-Bank-Chef John Cryan gibt sich für die Neuausrichtung des Finanzkonzerns bis zum Herbst Zeit. In einem Schreiben an die Mitarbeiter kündigte der Brite zu seinem Amtsantritt als Co-Vorstandsvorsitzender am Mittwoch allerdings an, Schwächen der Bank entschlossen angehen zu wollen. Cryan beerbt Anshu Jain an der Seite von Jürgen Fitschen und soll Deutschlands größtes Geldhaus nach der Hauptversammlung Mitte Mai 2016 alleine führen.

Statt bis Ende Juli will die Deutsche Bank nun bis Ende Oktober Markt und Öffentlichkeit über weitere strategische Schritte bis 2020 informieren. Grundsätzlich rütteln will Cryan an den Beschlüssen von Ende April nicht. Die Entscheidungen seien grundlegend, betonte der 54-Jährige, der seinerzeit im Aufsichtsrat der Bank saß. Beschlossen sind etwa die Trennung von der Tochter Postbank und die Schließung von bis zu 200 eigenen Filialen. Einschnitte soll es auch im Investmentbanking geben. Insgesamt sei die Bank "zu diversifiziert und zu komplex", meint der Brite. "Unser Geschäftsmodell muss einfacher werden. Zudem müssen wir interne Barrieren überwinden und eine Kultur der Zusammenarbeit schaffen", schreibt Cryan. Die Bank müsse auch ihre Beziehungen zu Aufsichtsbehörden verbessern.
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