Neuer Zigarettenriese
Tabakkonzern BAT schluckt Reynolds

Der Tabakkonzern British American Tobacco (Marken unter anderem Lucky Strike und Dunhill) will sich den Camel-Hersteller Reynolds ganz einverleiben. Bild: dpa

London. Der Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) will sich den Camel-Hersteller Reynolds American komplett einverleiben. BAT hält bereits 42,2 Prozent an Reynolds. Den Kauf der noch ausstehenden Anteile lässt sich BAT (Lucky Strike, Dunhill) insgesamt rund 47 Milliarden Dollar (knapp 43 Milliarden Euro) kosten. Das teilte der Konzern am Freitag mit. Der Kaufpreis soll teils in bar, teils in eigenen Aktien bezahlt werden. BAT ist auch in Deutschland aktiv. Größte Marke ist hier Lucky Strike. Am Standort Bayreuth stellt BAT die Produktion allerdings weitgehend ein. Hier fallen 950 Stellen weg. Reynolds American ist auf den US-Markt konzentriert, seitdem das internationale Geschäft 1999 an Japan Tobacco verkauft wurde. Alle Marken, auch Camel, gehören außerhalb der USA zu Japan Tobacco. Mit der Übernahme wird BAT nach eigenen Angaben der größte börsennotierte Tabakkonzern nach Umsatz und Ertrag. Damit würde BAT an der Spitze den Marlboro-Hersteller Philip Morris ablösen, ebenfalls ein US-Unternehmen. Mit einigem Abstand folgen Japan Tobacco und Imperial Tobacco, Muttergesellschaft des deutschen Herstellers Reemtsma. Abseits der privatwirtschaftlichen Konzerne ist der chinesische Staatsbetrieb China National Tobacco der größte Zigarettenhersteller der Welt und größer als die vier Privatunternehmen zusammen.

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