Niederbayerisches Unternehmen Lausser baut für Siemens, Daimler und BASF
Hoch im Kurs bei Dax-Größen

Das Gebäudetechnikunternehmen Lausser aus Pilgramsberg im Landkreis Straubing-Bogen hat drei Großaufträge namhafter Firmen bekommen: Neben dem Neubau der Konzernzentrale von Siemens in München ist das Unternehmen auch an prestigeträchtigen Bauprojekten von BASF in Ludwigshafen sowie von Daimler im Stammwerk in Untertürkheim bei Stuttgart beteiligt.

Das Gesamtauftragsvolumen liegt bei 50 Millionen Euro. Wie die beiden Geschäftsführer Heribert und Karl Laußer mitteilen, habe die Pilgramsberger Firma vom Elektronikkonzern Siemens den Zuschlag für die mechanische Gebäudeausrüstung der neuen Unternehmenszentrale erhalten. Bei den Aufträgen des Chemieunternehmens BASF und des Fahrzeugbauers Daimler handele es sich um Gebäudetechnikprojekte für repräsentative Bürobauten. Lausser war an ähnlichen Großprojekten wie etwa dem Bau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt beteiligt.

Ein offenes Stadtquartier

Die Beteiligung am Neubau der Siemens-Zentrale im Herzen Münchens stellt ein Highlight in der Referenzliste Laussers dar. Die neue Konzernzentrale zwischen Oskar-von-Miller-Ring und dem Wittelsbacherplatz für rund 1200 Mitarbeiter soll 2016 eröffnet werden. Vor rund vier Jahren hatte Siemens mit der Stadt München Baupläne vorgestellt.

Der Siegerentwurf eines Architektenwettbewerbs stand im Jahr 2011 fest: ein moderner Gebäudekomplex, der sich an die historischen Bauten anschließt. Denn der Konzernsitz hat eine sensible Stelle - das Palais Ludwig Ferdinand am Wittelsbacherplatz. Der klassizistische Bau, den Leo von Klenze 1825/26 errichten ließ und bewohnte, gilt als Schmuckstück der historischen Maxvorstadt.

Das Palais und der moderne Gebäudekomplex dahinter sollen nicht nur die repräsentative Zentrale des Konzerns sein, sondern auch eine Art offenes Stadtquartier. Das Erdgeschoss mit seinen Innenhöfen würde offen für alle sein, so der Elektrokonzern. Erst in den Obergeschossen beginne der Sicherheitsbereich. Das Palais werde für Veranstaltungen dienen sowie temporäre Arbeitsplätze für Siemens-Mitarbeiter bieten. Siemens investiert insgesamt einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag.

Alle drei Gebäude - für Siemens, Daimler und BASF - sollen die höchsten internationalen und nationalen Anforderungen für die Zertifizierung nach führenden Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Bei Siemens wird unter anderem das Zertifizierungssystem der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) angewendet. Das DGNB-System betrachte alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens.

Zertifiziert nach DGNB

Diese würden die Themenfelder Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort umfassen. Bereits bei anderen Projekten, bei dem Lausser beteiligt war, sei nach DGNB-Richtlinien zertifiziert worden. "Das gab mitunter den Ausschlag, dass unsere Firma den Zuschlag für die neuen Großprojekte erhielt", so Heribert Laußer.
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