"Niedrige Zinsen werden zur Gefahr"

Die Bundesbank warnt vor Risiken für die Finanzstabilität durch die Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB). "Je länger niedrige Zinsen andauern, umso mehr bestehen für die Marktteilnehmer Anreize, erhöhte Risiken einzugehen", sagte Vizepräsidentin Claudia Buch am Mittwoch in Frankfurt.

Noch sieht die Bundesbank keine gefährlichen Übertreibungen. Aber für kleinere Institute könnten "die anhaltende Phase sehr niedriger Zinsen mittel- bis langfristig zu einer ernsten Gefahr werden", warnte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret. Bei Lebensversicherern sei die Gefahr groß, dass Erträge künftig nicht mehr ausreichten, um Zinsversprechen einhalten zu können. Die EZB räumte am Mittwoch ein, dass die niedrigen Zinsen - gepaart mit einem wachsenden Schattenbankensektor - Europas Banken zu einer weiteren Anpassung ihrer Geschäftsmodelle zwingen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.