OECD fordert: Deutschland muss sich fit für die Zukunft machen
Renteneintrittsalter anheben

Berlin. (dpa) Die Industrieländer-Organisation OECD hat Deutschland zu zusätzlichen Investitionen und weiteren Reformen aufgefordert. "Deutschland muss jetzt seine Stärke nutzen, um sich für die Zukunft vorzubereiten, insbesondere durch eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive", sagte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurría, am Dienstag in Berlin bei der Vorlage des Wirtschaftsberichts für Deutschland. Der Bevölkerungszuzug und die Integration von Flüchtlingen seien eine Chance, um der Alterung der Gesellschaft entgegenzuwirken und die Basis für eine breit aufgestellte und produktive Wirtschaft zu legen. Für eine erfolgreiche Integration der Migranten seien Investitionen in Sprachkurse und Weiterbildung nötig. Migranten mit Bleibeperspektive müsse zudem rasch Zugang zum Arbeitsmarkt und zu aktiven Arbeitsmarktprogrammen gewährt werden. Die OECD plädiert dafür, das Renteneintrittsalter weiter anzuheben und an die Lebenserwartung zu koppeln. Die Ausgaben für Gesundheit und Pflege würden großenteils aus Sozialversicherungsbeiträgen finanziert, die auf die Erwerbseinkommen erhoben werden. Diese Ausgaben werden laut OECD im Zuge der Bevölkerungsalterung steigen. Die OECD schlägt höhere Steuern auf Immobilien vor sowie den Wegfall von Mehrwertsteuerbefreiungen und -ermäßigungen. Angekurbelt werden sollten auch Investitionen in Bildung, in lebenslanges Lernen für Arbeitnehmer und in soziale Dienstleistungen.

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