Österreich wickelt Bad Bank der Hypo Alpe Adria ab
Geldhahn zugedreht

Den Gläubigern der einstigen österreichischen Staatsbank Hypo Alpe Adria droht ein Schuldenschnitt. Die Bad Bank der Hypo, die Heta Asset Resolutions, werde unter der Regie der Finanzmarktaufsicht (FMA) abgewickelt, teilte das Finanzministerium mit. Es werde dabei kein weiteres Steuergeld fließen.

Bei der Heta, die faule Kredite und fragliche Vermögenswerte im Buchwert von 18 Milliarden Euro abwickeln sollte, war bei Prüfungen ein Finanzloch von bis zu 7,6 Milliarden Euro aufgetaucht. Alle Schuldenzahlungen wurden bis zum 31. Mai 2016 eingestellt. Darunter fallen auch 800 Millionen Euro an die Bayern-LB als ehemalige Bankeigentümerin. Der Schritt gilt nicht als Konkurs. Vielmehr werde das seit Januar geltende Bankensanierungs- und Abwicklungsgesetz angewendet, betonte das Ministerium. Von dem Schuldenmoratorium sind laut FMA Forderungen im Umfang von 9,8 Milliarden Euro betroffen.

Die Hypo Alpe Adria hatte sich bei ihrem Expansionskurs auf dem Balkan völlig verspekuliert. Zur Abwicklung der faulen Kredite war die Heta als Bad Bank im Sommer 2014 gegründet worden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.