"One-Trick Pony"

Google Suche, G-Mail, Google Maps, der Online-Speicher Google Drive, das Smartphone-Betriebssystem Android mit dem App-Store Google Play und, und, und: Die Liste der Google-Dienste wird von Jahr zu Jahr länger. Und der Konzern arbeitet an weiteren Produkten wie einem selbstfahrenden Auto oder Heißluft-Ballons, über die auch entlegene Gegenden mit Internet-Zugängen versorgt werden sollen.

Wenn es im Hightech-Zirkus aber um das Geldverdienen geht, ist Google nur ein "One-Trick Pony", also ein Zirkuspferd, das nur einen einzigen Trick beherrscht, nämlich Werbung. Von den knapp 35 Milliarden Dollar Umsatz im ersten Halbjahr dieses Jahres entfielen 31,5 Milliarden auf Online-Werbung. Den Großteil der Werbeumsätze (24,3 Milliarden Dollar) erzielte Google auf den eigenen Sites, den Rest (rund 7,2 Milliarden Dollar) auf Webseiten von Geschäftspartnern.

In der Google-Bilanz wird sonst nur noch ein Umsatz-Segment mit dem wenig aussagekräftigen Titel "Other" (Anderes) aufgelistet. Hinter diesen Umsätzen von rund 3,4 Milliarden Dollar im vergangenen Halbjahr, die Google nicht weiter aufschlüsselt, stehen nach Experten-Einschätzung vor allem die Gebühren aus dem Play Store, die Google von den Entwicklern von Android-Apps und Unterhaltungsanbietern verlangt.

Um sich aus der Abhängigkeit von den Werbeeinnahmen zu befreien, hat Google in den vergangenen Jahren immer wieder Initiativen gestartet, etwa die Bereitstellung kostenpflichtiger Cloud-Dienste. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.