Oxfam-Studie sorgt für Unruhe
Debatte um Zustände auf Obstplantagen

Berlin. Die Hilfsorganisation Oxfam wirft deutschen Lebensmittel-Handelsketten den Bezug von Bananen und Ananas von Plantagen vor, auf denen gegen Menschenrechte verstoßen wird. Arbeiter seien dort hochgiftigen Pestiziden schutzlos ausgeliefert, Gewerkschafter würden unterdrückt und bedroht sowie Mindestlöhne unterschritten, teilte Oxfam in einer am Dienstag veröffentlichten Studie mit dem Titel "Süße Früchte, bittere Wahrheiten" mit.

Auch auf Plantagen, die mit dem Nachhaltigkeitssiegel der Rainforest Alliance zertifiziert wurden, seien die Zustände katastrophal. Rainforest Alliance teilte mit, erste Überprüfungen hätten die Anschuldigungen nicht bestätigt. Aldi und Lidl verwiesen darauf, dass die Anschuldigungen von der Rainforest Alliance geprüft worden seien und nicht hätten bestätigt werden können. Rewe teilte mit, Hinweise auf Verstöße würden geprüft. Von Edeka hieß es, bisher lägen noch keine Angaben vor, auf welchen Farmen die Rechercheergebnisse von Oxfam ermittelt worden seien.
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