Politiker warnen
Skepsis wegen AT&T-Kauf von Time Warner

AT&T will 85,4 Milliarden Dollar (78 Milliarden Euro) für Time Warner zahlen. Mit der Übernahme von Schulden erreicht die Summe 108,7 Milliarden Dollar. Aus der Politik kommen wenig begeisterte Reaktionen. Bild: dpa

Washington. Nach der Ankündigung des Kaufs des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekom-Riesen AT&T mehren sich Forderungen aus der US-Politik nach einer strengen Wettbewerbsprüfung des über 100 Milliarden Dollar schweren Deals. So sieht US-Senator Al Franken Warnsignale angesichts der Konzentration im Mediengeschäft. "Ich stehe riesigen Medienfusionen skeptisch gegenüber, weil sie zu höheren Kosten, weniger Auswahl und sogar schlechterem Service für die Verbraucher führen können", erklärte der Demokrat aus Minnesota am Wochenende. Tim Kaine, der im Team von Hillary Clinton für die Demokratische Partei für das Amt des Vize-Präsidenten kandidiert, sagte am Sonntag im Sender NBC, er teilte die Sorgen und Fragen von Franken. Schon zuvor hatte der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump angekündigt, er werde im Fall eines Wahlsiegs versuchen, die Übernahme zu verhindern. Die Medien würden schon heute "von zu wenigen kontrolliert", sagte der Republikaner.

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