Post plant 10 000 Billig-Stellen

Die Deutsche Post will bis 2020 bis zu 10 000 neue Stellen in der Paketzustellung schaffen - allerdings mit niedrigeren Löhnen als bislang beim "gelben Riesen" üblich. Grund für die Einstellungsoffensive sei das vor allem vom E-Commerce-Boom ausgelöste Wachstum im Paketgeschäft, berichtete der Bonner Logistikkonzern am Donnerstag.

Bei der Gewerkschaft Verdi sorgten die Pläne der Post allerdings für einen Aufschrei der Empörung. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis sprach von einem klaren Fall von "Tarif- und Mitbestimmungsflucht". Der Grund: Neue Mitarbeiter im Paketgeschäft sollen nach den Plänen des Unternehmens künftig nicht mehr bei der Post selbst angestellt werden, sondern bei neu gegründeten Gesellschaften unter dem Namen DHL Delivery GmbH.

Die Bezahlung erfolgt dort nicht nach dem Haustarifvertrag der Post, sondern nach den in der Regel niedrigeren regionalen Tarifverträgen der Speditions- und Logistikbranche.
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