Post: Verdi stellt Warnstreiks vorerst ein

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post um kürzere Arbeitszeiten treten Arbeitgeber und Gewerkschaft auf der Stelle. Bis zum Mittwochabend gab es in der fünften Verhandlungsrunde in Königswinter bei Bonn keine Bewegung. Kurz vor Beginn der Verhandlungen hatte Verdi alle Warnstreiks eingestellt. Für die Beschäftigten fordert die Gewerkschaft eine Verkürzung der Wochenarbeitszeiten um 2,5 Stunden auf 36 Stunden sowie 5,5 Prozent mehr Geld. Für die Verhandlungen wurden zwei Tage angesetzt.

In den vergangenen Tagen hatte sich der Tarifstreit nicht nur durch Warnstreiks verschärft. So warf Verdi der Post vor, Streikenden mit dem Arbeitsplatzverlust gedroht und Beamte als Streikbrecher eingesetzt zu haben. Die Gewerkschaft hatte gegen den unzulässigen Einsatz von Beamten während der Streiks beim Arbeitsgericht Bonn eine einstweilige Verfügung beantragt. Die Post wies die Anschuldigungen zurück.
Weitere Beiträge zu den Themen: Königswinter (3)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.