Preise auf Talfahrt
Minister wollen Milchbauern helfen

Göhren-Lebbin. Angesichts stark gesunkener Preise sollen Bauern und Molkereien freiwillig weniger Milch produzieren und dazu möglicherweise staatliche Anreize erhalten. Dafür haben sich die Agrarminister der Länder am Freitag ausgesprochen. Die Politik sei bereit, dies mit staatlichen Hilfen zu flankieren, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Till Backhaus (SPD) als Vorsitzender zum Abschluss der Agrarministerkonferenz in Göhren-Lebbin. Die Länder forderten den Bund auf, Mittel dafür bereitzustellen oder bei der EU einzuwerben. Drücke das nicht spürbar die Milchmenge, solle der Bund die EU dazu bringen, den Ausstoß vorübergehend entschädigungslos zu drosseln.

Milchbauern hatten vor der Konferenz Bedenken gegen derartige Vorschläge geäußert. Sie fürchten, bei Verhandlungen mit den Molkereien den Kürzeren zu ziehen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sagte zu, bei der EU Finanzmittel einzuwerben. Das sollten aber in erster Linie Liquiditätshilfen für die Höfe sein. "Eine Reduzierung der Milchmengen finanziell zu unterstützen, halte ich für rechtlich schwierig", sagte er. Aber auch das müsse geprüft werden.
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