Prokon bei Investoren begehrt

Die insolvente Windenergie-Firma Prokon ist offensichtlich bei Investoren begehrt. Nach dem Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage soll auch der Energiekonzern EnBW Interesse an Prokon (Itzehoe) haben. Eine Sprecherin des Insolvenzverwalters wollte sich am Montag nicht zu den Bietern äußern. Sie verwies darauf, dass ein Gläubigerausschuss in dieser Woche einen Investor auswählen wird. Damit ist aber noch nicht entschieden, dass der potenzielle Geldgeber auch neuer Prokon-Inhaber wird. Erst eine Gläubigerversammlung Anfang Juli stimmt darüber ab, ob Prokon in eine Genossenschaft mit vielen Anteilseignern umgewandelt oder gänzlich veräußert werden wird.

Laut "Handelsblatt" will EnBW ein Angebot im Volumen von rund 500 Millionen Euro vorlegen. Ein Bestätigung hierfür gab es aber nicht. Ein Gebot würde in die Strategie des Unternehmens passen, dass sich vom Atomkonzern zum Ökostromanbieter wandeln will. Der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Anlagenleistung soll von 19 Prozent (2012) auf mehr als 40 Prozent im Jahr 2020 verdoppelt werden, schreibt EnBW auf seiner Homepage. Capital Stage will Prokon zu 94,9 Prozent übernehmen. Für den Rest soll ein weiterer Investor aufkommen.
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