"Qualifizierungs-Druck" auf Mitarbeiter - Symposium des Ostbayerischen ...
Lebenslanges Lernen in der Arbeit ein Muss

Qualifizierung im Berufsleben ist keine einmalige Sache, sondern eine beständige Aufgabe.
Regensburg. (cf) "Die Mitarbeiter sind eine Garantie für Innovation." Beim Symposium des Ostbayerischen Technologie-Transfer-Instituts (OTTI) sprach Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Urs Herding (Amberg) das Angebot von OTTI an, den Mitglieds-Unternehmen auch Inhouse-Schulungen anzubieten. Die Aufgabe des "lebenslangen Lernens" stand im Mittelpunkt der Tagung am Hauptsitz der IHK Regensburg. "Die jungen Leute werden nicht dümmer," ermunterte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes die Unternehmen, den Auszubildenden berufliche Aufstiegschancen zu bieten. Wie berichtet, fehlen bis 2030 in Deutschland sechs Millionen Fachkräfte.

Vor diesem Hintergrund öffnen sich immer mehr Betriebe für Schwerbeschädigte, Behinderte und Ältere. Darauf verwies Ministerialdirektor Michael Höhenberger vom Bayerischen Sozialministerium. Allein bei den Schwerbeschädigten gebe es jetzt im Freistaat einen "dicken Sockel" von 22 000 Mitarbeitern. "Die wirtschaftliche Stärke Bayerns liegt in den großartigen mittelständischen Unternehmer mit ihrer unglaublichen Innovationskraft, globalen Orientierung und der besten Ausbildung," betonte Höhenberger, der bereits unter fünf Ministerpräsidenten - von Franz Josef Strauß bis Horst Seehofer - gedient hat.

Technologiesprünge

Mit "sensationellen" 3,0 Prozent weisen inzwischen die Oberpfalz und Niederbayern die geringste Arbeitslosenquote aller bayerischen Regierungsbezirke auf. "Wir sind auf dem Weg zur Vollbeschäftigung," sagte Höhenberger. In 28 bayerischen Landkreisen liege die Arbeitslosenquote seit einem Jahr unter der 3-Prozent-Marke.

An der Digitalisierung der Produktion - Industrie 4.0, der vierten industriellen Revolution - komme kein Unternehmen herum. Durch die Technologiesprünge werde das Arbeiten zwar mobiler und flexibler, aber auch anspruchsvoller. "Einfache Arbeiten entfallen." Die Menschen könnten selbstständig von überall aus arbeiten, "die Freelancer werden mehr". Höhenberger beobachtet aus früheren Billiglohn-Ländern zunehmend einen "Transfer der Arbeitsplätze zurück nach Deutschland". Der Redner unterstrich den "Qualifizierungs-Druck" auf die Arbeitnehmer und würdigte in diesem Zusammenhang OTTI als "kompetenten Partner" in Ostbayern.

"Am Ball bleiben"

OTTI sei bei den beruflichen Fördermaßnahmen durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) ein bewährter Projektträger, spezialisiert auf Innovations-Management und -kultur. "Hier müssen wir dringend am Ball bleiben. Die Unternehmen in Bayern dürfen den Anschluss an die sich ändernden Produktionsabläufe und Handelsströme nicht verlieren." Eindeutige Mahnung an die öffentliche Hand: "Die Verwaltung muss sich bei den Genehmigungsverfahren diesem Tempo anpassen."

Über die berufliche Weiterqualifizierung in der Arbeitswelt informierte Paul Altmann, Bereichsleiter kaufmännische Dienste der Nabaltec AG aus Schwandorf: "Heute das Morgen entwickeln."
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