Raiffeisenbank für die mittlere Oberpfalz

Symbolbild: Wilck (Archiv)

"Partnerschaftlich und ausgewogen" wollen sich die Raiffeisenbank Weiden und die Raiffeisenbank im Naabtal zusammenschließen. Nach einstimmigen Voten der beiden Vorstands- und Aufsichtsratsgremien liegt es letztendlich bei den jeweiligen Vertreterversammlungen im Frühjahr 2016, die "Fusion auf Augenhöhe" zu beschließen.

Weiden/Nabburg. Derzeit läuft bei den insgesamt 334 Mitarbeitern eine Umfrage zur künftigen Namensgebung: Dem Vernehmen nach gilt die Bezeichnung "Raiffeisenbank Mittlere Oberpfalz" als Favorit: auch im Hinblick auf weitere genossenschaftliche Fusionen. "Der Name sollte auch in Zukunft noch in die Landschaft passen," schließt der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Weiden, Hermann Ott, "weitere strukturelle Änderungen" mittelfristig nicht aus. Wie Ott unserer Zeitung auf Nachfrage bestätigte, wird die vereinte Bank ihren juristischen Sitz wohl in Weiden, ihren wirtschaftlichen Standort in Nabburg haben.

Vorstände und Aufsichtsrat der beiden Banken sind seit Mitte des Jahres im Gespräch. Die Geschäftgebiete grenzen unmittelbar aneinander an, es gibt keine Doppelstandorte: Die 16 Geschäftsstellen und 2 SB-Filialen der Raiffeisenbank Weiden liegen im südlichen und westlichen Landkreis Neustadt/WN; die 13 Filialen der Raiffeisenbank im Naabtal erstrecken sich von Wernberg-Köblitz bis Schwarzenfeld und von Kemnath am Buchberg bis Schönsee.

Ausdrücklich verneint Ott fusionsbedingte Stilllegungen von Filialen und den Abbau von Mitarbeitern. Der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Weiden betont die Aufgabe, vorausschauend und strategisch zu denken und zu handeln.

Leistungsstärke steigern

Wie aus einem Schreiben an die zusammen fast 40 000 Mitglieder (nahezu 20 000 RB Weiden, rund 13 500 RB Naabtal) hervorgeht, wollen die beiden Genossenschaftsbanken "einen gemeinsamen Weg gehen, ihre Kräfte bündeln und damit die Leistungsstärke (...) sichern". Die Betriebsgröße der gemeinsamen neuen Bank ermögliche es, die regulatorischen Anforderungen effizienter zu managen. "Die Synergieeffekte führen zu Einsparungen. Dadurch können wir unsere dezentrale Leistungsstärke erhalten und weiter steigern."

Die Vorstände Bernhard Werner und Christian Seidl (Naabtal) sowie Hermann Ott und Bernhard Wolf laden am 3. Dezember zu einer gemeinsamen Pressekonferenz. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Vertreterversammlungen, soll dann die Fusion - rückwirkend - zum 1. Januar 2016 beschlossen werden.
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