"Rainer Markgraf Stiftung" will Oberpfalz und Oberfranken voranbringen
Innovative Kraft erhalten

Die Fahnen von Markgraf sollen weiter beim Immenreuther Kompetenzzentrum wehen. Bilder: bkr (2)

Rainer Markgraf hat die Vision seines Vaters Gerhard realisiert und eine gemeinnützige Stiftung ins Leben gerufen. Die "Rainer Markgraf Stiftung" soll die Oberpfalz und Oberfranken weiter voranbringen, aber auch die Zukunft seines Bauunternehmens sichern.

Immenreuth/Bayreuth. (kr) In erster Linie soll laut dem geschäftsführenden Gesellschafter die leistungsbereite Jugend in beiden Regierungsbezirken gefördert und Kommunen unterstützt werden sowie die innovative Kraft in den Regionen erhalten bleiben. Dazu besitzt Rainer Markgraf klare Vorstellungen. So sollen unter anderem schon Mädchen und Buben im Kindergarten für Naturwissenschaften und das Handwerk begeistert werden. "Das Wissen über Naturwissenschaften nimmt ab", bedauert er.

"Ich bin der Meinung, dass wir auch gute Handwerker und nicht nur Akademiker brauchen. Es muss auch Leute geben, die alle anderen Arbeiten erfüllen", sagt Rainer Markgraf. Den Teil Forschung und Lehre deckt die am 7. Juli gegründete Wissenschaftsstiftung Oberfranken ab, zu deren großen Förderern Markgraf zählt. Die "Rainer Markgraf Stiftung", die am 13. Juli als rechtsfähig anerkannt wurde, basiert auf dem Wunsch seines vor zwei Jahren verstorbenen Vaters, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Bedingt durch dessen Krankheit, vermochte er diesen nicht mehr zu verwirklichen.

Zwei Millionen Euro Kapital

Die "Rainer Markgraf Stiftung" mit Sitz in Bayreuth ist mit einem Kapital von über zwei Millionen Euro ausgestattet und hält 66,8 Prozent an dem Bauunternehmen Markgraf. Rainer Markgraf ist der Vorsitzende des Vorstandes.

In den kommenden Wochen wird der Stiftungsrat vervollständigt. Er wird aus dem aktuellen Beiratsvorsitzenden der Firma oder einem Geschäftsführer sowie aus je einem Vertreter aus der Kundengruppe, einem bayerischen Hochschulpräsidenten und einem Mitglied eines erfolgreichen, familiengeführten Bauunternehmens bestehen. Mit der Stiftung soll weiter die Unternehmensphilosophie von Markgraf lebendig umgesetzt werden, das heißt, den Betrieb möglichst lange und erfolgreich zu führen.

"Solange es dem Unternehmen gut geht, geht es auch den Mitarbeitern gut", ergänzt dazu Rainer Markgraf und beschränkt seine Aussage nicht nur auf den örtlichen Bereich. Das Kompetenzzentrum in Immenreuth liegt ihm dabei sehr am Herzen. Es weiter auszubauen und die Arbeitsplätze zu erhalten, sind seine großen Visionen.

Kein Nachfolger in Sicht

Langfristig, so ließ er erkennen, zeichne sich kein Nachfolger ab, der den Familienbetrieb übernehmen wolle oder könne. "Ein Bauunternehmen ist nicht einfach zu führen, weil es in der Welt keine zwei gleichen Baustellen gibt und jede Baustelle mit neuen Herausforderungen verbunden ist", begründet er seine Entscheidung für die Stiftung. Aber auch mit der Befürchtung, dass jede andere Betriebsform zum teilweisen oder ganzen Verlust von Arbeitsplätzen führen könnte.
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