Ranghoher Apple-Manager schürt neue Spekulationen über Pläne des Konzerns im Automobilgeschäft
Das Auto als "ultimatives Mobilgerät"

Apple-Manager Jeff Williams auf einer Konferenz des Technologieblogs "Recode" in den USA. Hier machte er vage Andeutungen, dass der Konzern sich für den Automobilmarkt interessiert. Bild: dpa
Nach Medienberichten über die Arbeit an einem Apple-Auto schürt der I-Phone-Konzern erstmals selbst die Erwartungen. "Das Auto ist das ultimative Mobilgerät, nicht wahr?", antwortete der ranghohe Manager Jeff Williams auf einer Konferenz auf die Frage nach möglichen künftigen Produktbereichen. Sich näher festlegen wollte er aber nicht: "Wir schauen uns eine Menge Märkte an."

Starttermin 2020?

Williams, der bei Apple für das Tagesgeschäft zuständig ist, sprach in der Nacht zu Donnerstag auf einer Konferenz des Technologieblogs "Recode". Vor genau zwei Jahren hatte Konzernchef Tim Cook auf einem Vorläufer-Event gesagt, Apple finde Geräte am Handgelenk interessant, und damit einen ersten Hinweis auf die gerade erschienene Computer-Uhr Apple Watch geliefert. Zu Jahresbeginn hieß es in Medienberichten, Apple habe ein rund 1000 Mitarbeiter starkes Team, das ein Elektroauto entwickle. Als möglicher Starttermin wurde das Jahr 2020 genannt. Das "Wall Street Journal" schrieb, zunächst werde an einem Design gearbeitet, das einem Minivan ähnlich sehe. Die Spekulationen gingen los, als bekannt wurde, dass ein in Kalifornien gesichteter schwarzer Van mit ungewöhnlichen Kamera-Aufbauten von Apple geleast wurde. Zugleich könnte sich Apple im Autogeschäft auch nur darauf beschränken, die Software-Plattform "Car Play" zur besseren Einbindung von I-Phones weiterzuentwickeln.

Mehr als Provokation

Apple ist traditionell sehr verschlossen, wenn es um künftige Produkte geht, und Äußerungen von Top-Managern werden vorher genau abgewogen. Insofern erscheint es wenig wahrscheinlich, dass Williams' Bemerkung nur eine provokante Anspielung auf die Spekulationen ohne eine Überlegung dahinter war.

Williams kündigte außerdem an, dass zum Herbst App-Entwickler direkten Zugriff auf Sensoren und Steuerung der Computer-Uhr Apple Watch bekommen werden. Davon würden zum Beispiel Fitness-Anwendungen profitieren.
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13792)San Francisco (49)Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.