Reallöhne erstmals höher als im Jahr 2000

Die Reallöhne der Beschäftigten in Deutschland haben Ende 2014 zufolge erstmals wieder das Niveau der Jahrtausendwende erreicht. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Demnach lagen die durchschnittlichen Bruttolöhne je Beschäftigtem preisbereinigt um 1,4 Prozent höher als im Jahr 2000. Ein Jahr zuvor hatten sie noch unter dem Niveau der Jahrtausendwende gelegen.

Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Deregulierung am Arbeitsmarkt hatten laut WSI nach der Jahrtausendwende die Entwicklung der Arbeitseinkommen gebremst. Der Niedriglohnsektor habe an Bedeutung gewonnen. Am Tiefpunkt der Entwicklung im Jahr 2009 hätten die realen Bruttolöhne um 4,3 Prozent niedriger gelegen als 2000. Erst danach hätten die Verluste wettgemacht werden können. Stärker als die Reallöhne entwickelten sich laut WSI die Tariflöhne. Sie waren 2014 real um 10,9 Prozent höher als im Jahr 2000. Noch deutlich kräftiger gestiegen seien allerdings die Einkommen aus Gewinn und Vermögen.
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