Rohstoff-Suche am Computer

Die Geologen Tobias Duteloff und Katrin Kleeberg überprüfen im Bohrkernarchiv des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Freiberg Bohrkerne. Das Landesamt verfügt über zwei Kilometer Akten, in denen über 500 000 Bohrungen dokumentiert wurden, pro Jahr kommen weitere 10 000 hinzu. Bild: dpa
Mit digital aufbereiteten alten Akten will Sachsen potenziellen Bergbauinvestoren die Suche nach Bodenschätzen am Computer ermöglichen. Rund zwei Akten-Kilometer, die geologische Untersuchungen auf der gesamten Landesfläche dokumentieren und die im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Freiberg schlummern, sollen für das Internet aufbereitet werden. Das rund 20 Millionen Euro teure Gesamtprojekt ist nach Angaben von Projektleiterin Katrin Kleeberg auf etwa zehn Jahre angelegt. Es sei das Schlüsselvorhaben der Sächsischen Rohstoffstrategie und bundesweit einzigartig. Zudem wird in weiteren Archiven nach noch nicht erfassten Dokumentationen geforscht.

Die Daten sollen es den Bergbauunternehmen erleichtern, bekannte Erz- und Spatlagerstätten nach wirtschaftlichen Kriterien zu bewerten, um alte Bergbaureviere eventuell neu zu erschließen. Im Landesamt werden seit 1785 die Dokumentationen zu Bodenbohrungen sowie Bohrkerne - in Holzkisten lagernd - aufbewahrt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Freiberg (4)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.